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Herzlich Willkommen
auf der Homepage vom Verein ZiMT!

 

 

15.11.

Auszug aus einer Rezension

Das Konzept von Hubert und Ruth habe ich soweit verinnerlicht, dass ich es wie selbstverständlich in meinem Beruf und Alltag anwende. Ich bin überzeugt davon, dass die beiden damit etwas geschaffen haben, dass die Welt unbedingt braucht – gerade in unserer heutigen Zeit – nämlich ein achtsamer, wertschätzender und vor allem gelassener Umgang mit Menschen in der pädagogischen und therapeutischen Arbeit. Dem Menschen, egal ob Erwachsener, Jugendlicher, Kleinkind, gesund, behindert oder psychisch krank gemäß seinen Fähigkeiten so zu begleiten und unterstützen, dass er für sich das beste Ergebnis erzielen kann. Ich habe gelernt, mich nicht mehr für meine Fehler zu schämen, mich etwas zu trauen, egal, was andere von mir denken, einfach anzufangen, egal, wo es hinführt, etwas zu wagen, zu träumen, Ziele zu verfolgen, den ersten Schritt zu machen, immer wieder aufzustehen, auf Menschen zu zugehen, zu vertrauen, mein Tempo und meine Art zu sein und zu denken zu zulassen und vor allem die anderen so sein zu lassen, wie sie sind…

31.10.

Warum Trommeln?

Die Trommel lädt zum Hören, zum Spielen und zum Kommunizieren ein.

Die Trommel kann man berühren und begreifen – von Haut zu Haut.

Die Trommel und der Schlägel bilden eine Einheit wie Yin und Yang.

Wer seine Trommel gefunden hat, wird auch seinen Weg finden.

Die Trommel ist das am einfachsten zu spielende Instrument. Sie macht es möglich, in einer Gruppe schnell Musik entstehen zu lassen.
Auf Trommeln wird Rhythmus gespielt. Dieser ist die grundlegende Wurzel in der Musik. Klang hat eine höhere Schwingung. Er ist für viele Laien nicht nachvollzieh- bzw. spielbar und verlangt von vornherein technisches Können (feinere Motorik und differenzierteres Hören).
Trommeln ist für jeden möglich. In kürzester Zeit kann man einfache Rhythmen oder einen gleichbleibenden Puls spielen. Der Spieler ist selbst aktiv (Steigerung des Selbstwertgefühls).
Im Zusammenspiel mit anderen werden musikalische Grundlagen und Bausteine gelernt und gleichzeitig grundlegende Erfahrungen im Sozialverhalten gemacht.
Trommeln wirkt unwillkürlich auf den Körper. Man ahmt körpereigene Schwingungen (wie etwa Puls, Kreislauf, Organe, Muskeln, Nerven, Gehirnaktivität, Atmung…) nach, bringt sie auf die Trommel, verändert sie und bringt so dem Körper neue Informationen.
Die Trommel gibt jedem in kürzester Zeit die Möglichkeit, sich mit Musik zu befassen, seine Kreativität zu entdecken und zu einem persönlichen musikalischen Ausdruck zu gelangen.

Rhythmische Arbeit und Trommeln bewirken Körperlernen. Das ist ein Lernprozess, der durch die Beschäftigung mit Zeit, Raum, Kraft und Form ausgelöst wird. Diese vier Komponenten sind die Grundlagen um Rhythmus zu gestalten und damit zu arbeiten.

Zeit lehrt teilen, gestalten, strukturieren, den „Fluss“ zu erleben. Zeit lehrt in Beziehung auf den Körper die Verbindung von Musik und Puls. Zeit lehrt uns das Tempo (schneller/langsamer), Gleichzeitigkeit (zwei und mehr Pulse) sowie Grenzen zu erfahren.
Unter Raum versteht man das „Gefäß“ in dem Schwingungen stattfinden und wirken. Innerer Raum ist Körper, äußerer Raum ist die nächste Umgebung, Raum, in dem man sich bewegt, Raum, in dem Klang stattfindet, Raum der verschieden wahrnehm- und veränderbar ist.
Kraft ist das Mittel, in dem Zeit und Raum stattfinden und die Polarität (Spannung und Lösung) ihren Ausdruck findet. Kraft macht uns möglich, Dynamik auszudrücken und so einen persönlichen musikalischen Ausdruck zu gestalten.
Form ist das Erfahren von Gestaltungsmöglichkeiten und das Verwenden und Verarbeiten derselben. Form ist die Strukturierung des musikalischen Ablaufs (Liedform, musikalischer Aufbau etc.)

All dies basiert auf dem Prinzip des rhythmischen Lernens durch stetes Wiederholen. Das Verständnis dafür entwickelt sich im Tun!

15.10.2018

5 Jahre Verein ZiMT in Tribuswinkel – Jubiläumsfeier! Es war der richtige Schritt! Die Simans und das ZiMT haben hier gut Fuß gefasst. Wie unser Bürgermeister sagt: ein Miteinander kann man nicht verordnen, das muss entstehen. Oder wie Lisa sagt: Früher war hier die Bäckerei und das Kommunikationszentrum von Tribuswinkel. Heute ist es wieder ein Ort der Begegnung, wo man sich trifft, plaudert, musiziert, meditiert, feiert – miteinander lebt.

https://www.youtube.com/user/traiskirchentv

30.9.2018

Katzenmusik

15.9.2018

Barrierefrei

Behinderte? – Behinderte Menschen? – Beeinträchtigte Menschen? – Menschen mit besonderen Bedürfnissen? – Menschen mit Behinderungen – Betroffene???
Geht es um die korrekte Bezeichnung für Personen, die von einer oder mehreren Behinderungen betroffen sind, herrschen Unklarheit, Unwissenheit und viele Emotionen.

Sind Menschen behindert oder werden sie behindert?

Etabliert haben sich u.a. die Ausdrücke «gehandicapte Personen» oder «Personen mit Handicap». Während diese Bezeichnungen in der Schweiz als politisch korrekt gelten, werden sie in England als beleidigend angesehen. Der Begriff «handicap» erinnert nämlich an «cap in the hand», was so viel bedeutet wie «unterwürfig sein» oder «betteln». Deshalb wurde der Begriff auch von der WHO aus ihrer Definition gestrichen.

Besondere Bedürfnisse
Ähnlich verhält es sich mit der Bezeichnung «Menschen mit besonderen Bedürfnissen». Auch dieser Ausdruck kommt aus dem Englischen «special needs», ist aber bereits veraltet und wird nur noch selten gebraucht. Dies aus dem Grund, dass jede Person – ob mit oder ohne Behinderung – die gleichen Grundbedürfnisse sowie spezielle, individuelle Bedürfnisse hat. Es sind also nicht die «Anderen», die besondere Bedürfnisse haben, sondern alle.

Weitere Begriffe, die zu vermeiden sind:
Die Begriffe «Spastiker», «Liliputaner» oder «Mongoloide» gelten als diskriminierend und müssen ersetzt werden. Angebrachtere Bezeichnungen sind «Personen mit Cerebralparese», (beim Aussprechen bekomme ich einen Knopf in die Zunge) «kleinwüchsige Menschen» und «Personen mit Downsyndrom» beziehungsweise «mit Trisomie 21».

Leicht geändert aus: https://www.marktindex.ch/korrekte-bezeichnungen-fuer-menschen-mit-behinderung/

Mich hat dieses „Problem“ bis dato nicht berührt, da es für mich nur Worte, Ausdrücke sind, die sich alle paar Jahre ändern.
Was für mich zählt, ist immer wieder, wie gehe ich mit dem Menschen (Baby, Kind, Jugendlicher, Frau, Mann, Senior, dick, dünn, jung, alt, beweglich, unbeweglich…)  um, wie verhalte ich mich, wie achte ich sie/ihn, was sind ihre/seine Bedürfnisse.

Und ich im Endeffekt halte ich es mit Janek Ewers, der sagt: 
Ich würde sagen, mein Gegenüber möchte am liebsten bei seinem Namen genannt werden.

31.8.2018

Stimme und Rhythmus

Im Konzept „MUSIK IN/MIT DIR“ wird zwar viel und oft getrommelt aber das eigentlich Tragende ist die Stimme. Schon beim Erlernen von Rhythmus beginnen wir zu zählen. Dies ist aber nur eine verkümmerte Vorgangsweise unserer westlichen Kultur. In vielen anderen Kulturen wird rhythmische Sprache mit eigenen Silben und Klängen verwendet. In Indien entwickelte sich auf diese Art sogar eine eigene Musikform.

Was würde nicht alles fehlen oder nicht erklingen in einem Leben ohne Stimme: der erste Schrei, die Stimme der Mutter, unser Gesang, das Liebesgeflüster, die Rede der Politiker, TV und Radio, Schule, Unterhaltung und Diskussion…., der Todesschrei.

Eine stumme Welt hätte ernsthafte Auswirkungen auf unsere Entwicklung. Die Stimme ist also ein wichtiger Faktor unseres Lebens. Sie beherrscht unsere Entwicklung, vom Embryo bis zum letzten Wort. Sie ist das Mittel unseres persönlichen Ausdrucks in Verbindung mit der Körpersprache. Sie macht es uns möglich, Lebensgefühle auszudrücken und hilft uns unsere „Stimmungen“ zu vermitteln. Sprechen wir, so übermittelt unsere Stimme Worte. Diese Information ebenso wie Sprachmelodie, Klang und Farbe der Stimme (die uns charakterisieren), Rhythmus des Redens und Dynamik ergeben ein unverwechselbares Tonbild als Spiegel unseres Selbst.

Unsere Stimme macht möglich:
Brummen, Summen, Singen, Lauten, Tönen, Schreien, Reden, Sagen, Flüstern, Lispeln, Weinen, Jammern, Klagen, Rufen, Heilen, Imitieren, Kommunizieren…

Jeder braucht seine Stimme, um gehört zu werden. Es ist ein steter Wechsel von Aktivität und Passivität.

Die Stimme wird durch den Mundraum, die Formung der Lippen und den ganzen Körper (besonders die Knochen) als Resonanzraum verstärkt und definiert.

Stimmbildung ist gleich Persönlichkeitsbildung. Durch die Beschäftigung mit seiner Stimme und deren Entwicklung wird auch die Persönlichkeit beeinflusst und geprägt.

In der frühen Entwicklung des Kleinkindes ist die Bindung an die Mutter das wichtigste und diese wird besonders gestärkt durch den Klang ihrer Stimme (Muttersprache). Im Mutterleib klingt die Stimme der Mutter wie eine Rassel. Die Rassel wiederum ist ein wichtiges Instrument für Babys/Kleinkinder in Verbindung mit der Trommel, die den Herzschlag wiedergibt.

Kinder wollen Stimme spüren. Sie greifen demjenigen, der für sie singt, an den Hals. Wo sollten sie die Stimme besser spüren als an ihrem Ursprung, dem Kehlkopf?

In der Musik hilft die Stimme den Rhythmus zu lehren und ihn zu verstärken. Die rhythmische Sprache erleichtert die Aufnahme von Rhythmus ohne Instrument. Mit der Stimme wird die Verbindung geschaffen zwischen der rhythmisch musikalisch inneren Vorstellung und dem Tun (=Spielen eines Instruments).

Fühle! Fühle dich! Fühle deinen Rhythmus! Fühle dich willkommen!

15.8.2018

„Hans-Herbert, wie buchstabierst du Rhythmus?“„R..I..T..M..U..S!“„Aber im Wörterbuch steht R..h..y..t..h..m..u..s!“„Ja, aber Sie haben mich gefragt, wie ich es buchstabiere!“

31.7.2018

Entdecke mit Hilfe von Musik und Rhythmus dein eigenes Selbst und kommuniziere mit der Welt!

Das musikpädagogische Konzept „MUSIK IN/MIT DIR gibt jedem die Möglichkeit seinen individuellen Zugang zur Musik zu finden. Es fordert auf, einerseits Musik in sich zu entdecken, zu hören, zu spüren und wahrzunehmen, andererseits die kommunikative und soziale Seite des Miteinander-Musizieren zu erfahren.

Der einfachste, fast jedem mögliche Zugang zur Musik ist das rhythmische Spiel mit Trommeln und Perkussionsinstrumenten sowie mit dem eigenen Körper durch Sprache, Klatschen und Gehen. Dabei entstehen schnell Spaß und Freude und führen über diesen Rhythmus zur Musik.

Die Wege zur Musik sind grundsätzlich verschieden, führen aber zu denselben Wurzeln von Hören und Rhythmus, Raum und Zeit, Körper und Seele, Wahrnehmung und Ausdruck. Die grundlegende Beschäftigung mit Musik ist nonverbal, es geht um hören und Musik machen.

Ob Laie oder Profi – alle Menschen sind musikalisch und daher fähig Musik zu kreieren und durch klangliches und rhythmisches Gestalten mit Naturinstrumenten, Trommeln, Gongs, Perkussionsinstrumenten und Melodieinstrumenten individuelle Klangräume entstehen zu lassen.

Der Anfang ist das Zulassen eines natürlichen Kommunizierens mit Instrumenten ohne Sprache und Intellekt (Denken).

INAKTIV SEIN (hören und berieseln lassen) ist für viele der erste Schritt. Dabei geht es darum, sich einzulassen, dabei zu sein, zuzuhören und zu erfahren, was Puls, Tempo, Rhythmus und Klang sind.

AKTIV SEIN (spielen, musizieren, improvisieren) bedeutet ohne Druck des „Können-Müssens“, im Erfahren des Chaos und dem Erlernen von Rhythmus musikalisch sein SELBST zu finden. Auf dieser Basis gibt es kein richtig oder falsch, sondern ein Sich-Fallenlassen in die kosmische Ordnung der Schwingungen.

Im gemeinsamen Spiel erleben Nichtmusiker und Musiker den Rhythmus mit all seinen Qualitäten und Wirkungen. Er löst Prozesse aus wie z.B. das Erleben von Chaos und Ordnung, generell das Erleben von Polaritäten, ein Zentrieren auf sich selbst und Kommunikation mit dem Nächsten.

Fühle! Fühle dich! Fühle deinen Rhythmus! Fühle dich willkommen!

15.7.2018

So entspannend kann
Trommeln sein!

1.7.2018

Rhythmus ist Teil der Musik, welche uns täglich begleitet – meist unbewusst.
Wir hören sie und können sie trotzdem schwer beschreiben.

Jeder fühlt und empfindet anders, jeder hat eine andere musikalische Entwicklung hinter sich.
Im ZiMT – Zentrum für Individualität, Musik und Therapie wird diesen Themen nachgegangen,
um die persönliche Entwicklung zu unterstützen.

ZiMT ist ein Ort der Begegnung für Menschen, die sich nicht nur mit Musik sondern auch mit ihren Sinnen, mit ihrem Leben beschäftigen, die ein Stück gemeinsamen Weges gehen und ihre Erfahrungen an andere weiter geben wollen.
Individualität bedeutet, jeden seinen Zugang finden zu lassen, ihm zu helfen seinen Weg zu gehen, sich dabei zurückzunehmen.
Das „Wesen“ Rhythmus in seiner Wirkung und Komplexität wird in Verbindung zu Körper, Geist und Seele gebracht.
Rhythmen finden wir in einer Vielzahl von Formen:
Rhythmus im Leben – Planetenrhythmen – Körperrhythmen – Rhythmen im Alltag, an Feiertagen – Trommelrhythmen – Klangerlebnis – Spiel und Kreativität – Musik in Dir – Musik mit Dir
Sich auf diese Rhythmen einlassen bedeutet ……die Kraft des Rhythmus erleben,
spielerisch und kreativ sein individuelles Lebensgefühl entdecken, zum Einklang mit sich selbst finden, 
sich fallen lassen und seine Zeit finden, Musik hören und be-greifen, alles um sich zulassen und ganz bei sich sein….
So vielfältig wie die Wirkungen und Möglichkeiten der Beschäftigung in und mit der Musik sind, so groß ist auch das Spektrum der Berührungspunkte im Leben in denen uns Musik hilft, beeinflusst und berührt.

Fühle! Fühle dich! Fühle deinen Rhythmus! Fühle dich willkommen!